1 | 2019 Januar – März
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Leseproben

Kurioses und Seriöses. Beispiele aus der Provenienzforschung

Provenienzforschung gehört von jeher zu den grundlegenden Aufgaben von Museen. Am Märkischen Museum wurde sie schon vor 1945 umfänglich betrieben, um Objekte - über ihren kulturhistorischen Wert hinaus - in lokale und personelle Bezüge setzen zu können. So gelang es dem damaligen Direktor Walter Stengel, einen 1935 erworbenen Damensekretär (um 1755) aus der Potsdamer Werkstatt der Brüder Spindler dem ostbrandenburgischen Schloss Tamsel (heute Palac Dąbroszyn) und seiner Bewohnerin Eleonore von Wreech zuzuordnen.

Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance

Wir schreiben das Jahr 1501. Isabella d'Este, einflussreiche Markgräfin von Mantua und ausgesprochen kritische Kunstliebhaberin, möchte ein Werk von Giovanni Bellini erwerben. Bellini (um 1435-1516) ist zu dieser Zeit, wie Albrecht Dürer wenige Jahre später bemerkt, unter allen venezianischen Künstlern der »pest jm gemoll«, der Beste in der Malerei.

Das exotische Land. Fotoreportagen von Stefan Moses

Am 3. Februar 2018 verstarb - fast 90-jährig - der Fotograf Stefan Moses. Die Nachrufe würdigten ihn als »Humanisten«, »Menschenfreund« oder »Chronisten des 20. Jahrhunderts«, und tatsächlich zählen vor allem seine Porträtserien unbekannter und bekannter Deutscher - Künstler, Politiker, Emigranten - zum Bildgedächtnis der Bundesrepublik.