4 | 2017 Oktober – Dezember
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Leseproben

Jeanne Mammen. Die Beobachterin. Retrospektive 1910-1975

Die Berlinische Galerie hat sich seit ihrer Gründung für die Malerin und Zeichnerin Jeanne Mammen (1890-1976) engagiert. Es war ihr erster Direktor Eberhard Roters, der 1975 den Kontakt zur Künstlerin aufnahm und wichtige Werke für das Museum sichern konnte. Seitdem umfasst die Sammlung 87 Werke, darunter zehn Gemälde sowie zahlreiche Zeichnungen, Grafiken und einige Skulpturen. Seit der letzten großen Ausstellung im Martin-­Gropius­-Bau sind 20 Jahre vergangen (mJ 4/1997), Grund genug für die Wiederbegegnung mit einer der sperrigsten Figuren der jüngeren deutschen Kunstgeschichte.

Wenzel Hablik. Expressionistische Utopien

Utopische Architekturentwürfe, expressionistisches Interieur, fantastische Farbwelten - all das ist nur ein Teil des Werkes von Wenzel Hablik (1881-1934), der sich als Universalkünstler dem Gesamtkunstwerk verschrieb. Beeinflusst durch die Studienzeit an der Wiener Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie in Prag lässt sich Habliks Entwicklung vom Jugendstil über den Expressionismus und die farbbegeisterten frühen 1920er-­Jahre bis hin zur Neuen Sachlichkeit nachvollziehen. Seine Werke zeichnen sich durch eine bis heute zeitgemäße Formensprache aus.

Brecht und Benjamin. Denken in Extremen

Die Namen Benjamin und Brecht sind heute Chiffren, Modelle für eine bestimmte Kunst- und Weltbetrachtung. Dabei waren die beiden Männer trotz aller Nähe höcht unterschiedlich geprägt, ihre Bezeihung spiegelt das Jahrhundert der Extreme. Die Akademie der Künste zeichnet die Aktualität ihrer Begegnung, das historisch Dokumentierbare, das Echo von Freunden und die Rezeptiom im Denken und in der Kunst nach.